bild

bild bild bild bild
bild
Unter nachhaltige Nachrichten sind Sie eigeladen, selbst geschriebene Artikel zu veröffentlichen.
Wollen Sie einen Beitrag für die nachhaltigen Nachrichten schreiben? Dann klicken Sie hier:
Für die Drehscheibe Nachhaltigkeit schreiben.

Besuchen Sie auch die Gruppe
„Nachhaltige Nachrichten“ auf der Drehscheibe Nachhaltigkeit 2.0.

Nachhaltigkeit zahlt sich aus:
Die PVC-Industrie auf Ihrem Weg zu
einer langfristigen nachhaltigen Entwicklung


Jahrzehntelang wurde Nachhaltigkeit von vielen als verzichtbarer Zusatz für die Geschäftswelt und als Gegensatz zur Gewinnmaximierung betrachtet. Heute wird klar, dass Nachhaltigkeit Kosten senken und als Katalysator für Innovationen dienen kann. So können Erträge erhöht und Alleinstellungsmerkmale geschaffen werden, was in Zeiten der wirtschaftlichen Krise besonders erstrebenswert ist.

Vom Bewusstsein zu konkreten Maßnahmen

Polyvinylchlorid, allgemein als PVC oder Vinyl bekannt, ist nach Polyethylen und Polypropylen der am dritthäufigsten hergestellte Kunststoff. Trotz der zahlreichen Einsatzmöglichkeiten, wie Bau, Transport, Elektronik und Gesundheit, oder möglicherweise gerade deswegen, hat PVC einen langen, steinigen Weg in Richtung Nachhaltigkeit hinter sich.

Vor zwanzig Jahren geriet PVC in den Fokus, weil es Bedenken zur Art der Herstellung und der Entsorgung gab. Im Jahr 1997 entschied sich die Europäische Kommission für eine ‚horizontale Initiative‘ für die Entwicklung einer Strategie, die auf alle PVC-Abfallströme Anwendung findet. Die Kommission beauftragte fünf unabhängige Studien, die im Juli 2000 in der Veröffentlichung eines Grünbuchs zu PVC resultierten.

Was ursprünglich als Konzept für den Entsorgungsbedarf angelegt war, führte dazu, dass die gesamte PVC-Wertschöpfungskette sich im Jahr 2000 freiwillig zur Auflage des Programms Vinyl 2010 zusammenschlossen. Die Beteiligten zeigten allerdings bereits eine deutliche Bereitschaft, über eine verantwortungsvolle Abfallwirtschaft hinauszugehen und so wurde eine Reihe langfristiger nachhaltiger Entwicklungsprinzipien in die freiwillige Selbstverpflichtung aufgenommen, die von allen Gründungsmitgliedern unterzeichnet wurde.

Vinyl 2010 war ein für 10 Jahre angelegtes Programm, durch das die Industrie wirklich nachhaltiger werden sollte. Die Ergebnisse von Vinyl 2010 waren vor allem in den Bereichen Abfallsammlung und Recycling bemerkenswert. Bei Auslaufen des Programms betrug die Menge des in Europa recycelten PVC rund eine Million Tonnen. Problematische Zusatzstoffe wie Kadmium-Stabilisatoren wurden allmählich abgebaut. Der Ersatz von Blei-Stabilisatoren wird voraussichtlich bis 2015 abgeschlossen sein.

Von Vinyl 2010 zu VinylPlus

Das Erreichen der in 2000 gesetzten Ziele schenkte der PVC-Industrie das notwendige Selbstvertrauen, im Jahr 2011 ein neues Programm aufzusetzen. Eine neue, zehn Jahre laufende freiwillige Selbstverpflichtung wurde unter dem Namen VinylPlus unterzeichnet, die eine ganzheitlichere Betrachtungsweise von langfristiger nachhaltiger Entwicklung präsentiert.

Obwohl die Herausforderungen für die Industrie größer sind, sind die VinylPlus-Mitglieder – aktuell rund 130 – zu der Erkenntnis gelangt, dass dies der einzige Weg in Richtung Fortschritt ist und haben sich deswegen noch ehrgeizigere Ziele als in Vinyl 2010 gesteckt. Im Bereich Entsorgung will die Industrie bis 2020 800.000 Tonnen PVC pro Jahr recyceln; hierzu zählen 100.000 Tonnen schwer zu recycelnder Abfall.

Wissenschaftliche Untersuchungen und die Einführung dieser Industrie-Initiative haben das Vertrauen der Nutzer und Verbraucher in die Verwendung und Sicherheit von PVC-Anwendungen, einschließlich jener aus recyceltem Rohmaterial, gestärkt. Studien zur Umweltbilanz und Ökoeffizienz haben zusätzlich gezeigt, dass die umweltspezifische Leistung von PVC mit der von alternativen Materialien vergleichbar oder sogar besser ist.

Man könnte argumentieren, dass solche freiwilligen Initiativen reine Schönfärberei sind bzw. ein Versuch, der Gesetzgebung und Steuerbelastungen zuvorzukommen. VinylPlus ist ganz sicher viel mehr als das. Die europäischen PVC-Nachhaltigkeitsprogramme haben es der Industrie ermöglicht, ihren Ruf zu verbessern und sich den Respekt aller Interessengruppen, auch der kritischsten, zu verdienen. Die Partner und Mitglieder sind überzeugt, dass es möglich ist, sowohl nachhaltig als auch profitabel zu sein. Deshalb werden die Fortschritte regelmäßig gemessen, dokumentiert und überprüft, um so aufzuzeigen, dass die Industrie ihrer Verpflichtung zu nachhaltiger Entwicklung nachkommt.

Industriespezifische Herausforderungen in Chancen umwandeln

Die VinylPlus-Verpflichtung legt ehrgeizige Recycling-Ziele, Produktgestaltungsrichtlinien für den Umgang mit umstrittenen Zusatzstoffen, F&E-Initiativen und die Förderung einer nachhaltigen Entwicklungskultur fest. Alle Kernziele sind messbar und haben feste Fristen. Die Fortschritte hin zu diesen Zielen werden von externen Stellen überwacht und von einem unabhängigen Überwachungsbeirat genehmigt, der sich aus Vertretern von europäischen Institutionen, Gewerkschaften, Verbraucherorganisationen und der Industrie zusammensetzt.

Wie geht es weiter mit PVC? Die Industrie arbeitet an einem effizienteren Einsatz und effizienterer Kontrolle der PVC-Herstellung über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Sie will zudem den Klimawandel durch reduzierten Verbrauch von Energie und Rohstoffen abschwächen, falls möglich auf erneuerbare Quellen umsteigen und dabei nachhaltige Innovationen fördern. Darüber hinaus wird der Einsatz von PVC-Zusatzstoffen überprüft, um eine nachhaltigere Verwendung voranzutreiben.

Über VinylPlus

VinylPlus ist die neue zehn Jahre laufende freiwillige Selbstverpflichtung der Europäischen PVC-Industrie und beruht auf den Erfolgen des Vinyl 2010 Programms. VinylPlus unternimmt die nächsten Schritte um zentrale Herausforderungen für PVC in der Nachhaltigkeit zu lösen und schafft langfristige Rahmenbedingungen für die kontinuierliche nachhaltige Entwicklung der PVC-Wertschöpfungskette.

Weitere Informationen unter http://www.vinylplus.eu und http://www.pvc.org/en.

 Kontaktperson:
Dr. Brigitte Dero
Geschäftsführerin
European Council of Vinyl Manufacturers (EVCM)
stellvertr. Geschäftsführerin
VinylPlus
E-Mail: info@vinylplus.eu



weitere nachhaltige Nachrichten

Überblick Drehscheibe Nachhaltigkeit

Nachhaltige Startseite

bild

Freunde der Nachhaltigkeit

bild

Nachhaltige Nachrichten

bild

Nachhaltige Veranstaltungen

bild

Nachhaltig und gemeinnützig

bild

Nachhaltige Dienstleistungen

bild

Nachhaltige Produkte

bild

Nachhaltige Wissenschaft

bild

Nachhaltige Literatur

bild

Nachhaltige Jobs

bild

Nachhaltige Impulse

bild